30 Jahre C64 II / 30 Jahre Gamer

c64c_system

(Bild von Bill Bertram – Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=133083)

Ja genau so sah er aus, mein erster eigener Rechner. Vor 30 jahren, also 1986 kam der C64 C bzw C64 II raus wie er hierzulande hieß. Dieses Jubiläum fällt mehr oder weniger mit meinem Gamer-Jubiläum zusammen, denn mein erster Rechner war eben dieser C64 II.

Da ich mir meinen C64 selbst kaufen musste dauerte es leider etwas bis ich genug Kohle hatte dafür (Wir hatten zuhause ja nichts damals…). So richtig mit Ferienjobs, Geldgeschenke zu Weihnachten und so. In den 80ern war ich Schüler mit entsprechend begrenztem Budget und wenig Geldquellen in der Verwandtschaft, sonst hätte ich damals vielleicht auch noch den alten „Brotkasten“ gehabt. So wurde es dann der C64 II der schon fast so aussah wie später der Amiga 500.

Beim C64 II war alles etwas moderner, kompakter und hübscher. Das 1541 II Floppylaufwerk war nur noch 1/3 (oder so) so groß wie die alte 1541 Version. Und das hässliche braun (wie ich finde) wurde durch ein schickes weiß ersetzt. Die alten Zeiten mit Datasette (Daten speichern auf AUDIOKASSETTE!) und so kenne ich aber von damaligen Kumpels. Viele lieben ja den alten klobigen „Brotkasten“ aber ich mag die modernere Version. Naja man liebt halt sein erstes „Baby“ besonders und wenn es noch so häßlich war. Das erste Auto, der erste Rechner… ;).

Mein quasi-Vorgänger des C64 und mein erster Kontakt mit dem Gaming war allerdings Anfang der 80er das ATARI VCS 2600. Den hatte ich zwar nie selbst, aber gerne bei Kumpels gezockt. Ab da war mir schon klar sowas in der Richtung will ich auch.

Meine Angaben sind allerdings ungenau weil nur bruchstückhafte Erinnerungen. Ich musste mir das anhand der mir bekannten Fakten zusammenrecherchieren (Namen und Zahlen merken ist so eine Sache…). Laut Internet kam die 1541 II erst 1987 raus. Da ich ziemlich sicher bin eine solche gehabt zu haben, habe ich genau genommen mein 30-jähriges Jubiläum wohl erst 2017.

Ein Netzfund einer Vobis Werbung von damals ergibt eine Summe von knapp unter 1000 Mark herum für das System (Es gibt ja Menschen die merken sich sowas). Dazu kommt noch ein Monitor den ich auch gehabt haben muss. Ich habe im Gedächtnis dass ich einen Commodore 1084S hatte. Aber ob das schon 1987 war (Gab es den da schon? Recherche von damals ist so schwierig) oder ich den später erst mit dem Amiga hatte weiß ich nicht mehr.

Das gute Stück musste ich dann verkaufen weil ich die Kohle für den Amiga 2000 gebraucht habe, Schüler halt. An sowas wie Nostalgie dachte man ja damals nicht und irgendwo musste Geld her kommen. Damals war das halt alter Plunder den man nicht mehr brauchte und durch etwas Neues ersetzt und freut sich noch wenn man einen halbwegs ordentlichen Preis dafür bekommt. Heute ärgert man sich dann nachträglich aber so ist das eben.

Über die seligen Zeiten der Spiele damals mache ich evtl mal einen eigenen Artikel. Die Diskettenkopiererei, krepierende Joysticks dank Summer/Winter games, meine Lieblingsspiele, Bedienung der Kiste und meine ersten Schritte in Basic… Mal sehen.

Einen schönen Bericht der meinem Erleben ziemlich ähnelt gibt es hier.

Nächstes Jahr bin ich also 30 Jahre im „Geschäft“.

Danke Commodore.

Danke aber auch an Atari für ihr VCS (Obwohl ich als Amiga-Patriot natürlich auch die Atari ST Besitzer verachtet habe 😉 ).

Passende Links:

https://www.c64-wiki.de/index.php/C64_II

https://de.wikipedia.org/wiki/Commodore_64

http://www.kultboy.com/index.php?site=pic&id=1474&s=1

http://www.kultboy.com/pic/2075/

http://videospielgeschichten.de/zocken.html

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2 Kommentare zu „30 Jahre C64 II / 30 Jahre Gamer“

  1. Ein schöner, runder Artikel – trifft das Zeitgefühl. Da werden Erinnerungen wach 🙂
    Ich gehör ja noch zur Generation „Brotkasten“, hatte also den Ur-64er, die Datassette, dann erst später das klobige 5¼-Zoll-Laufwerk und noch etwas später den Farbmonitor … Jedes einzelne Teil mühsam in mehreren Schulferien erarbeitet (nur beim Monitor bin ich nicht mehr ganz sicher, kann sein, daß der dann zum Abi spendiert wurde). Anfangs hieß es also Schwarzweißfernseher als Monitor 😉
    Oh, und einen Nadeldrucker zuletzt auch noch, von den ersten Gehältern. Ein Sound zum taub werden (die ganz Harten hatten auch noch einen PLOTTER. Konnte Kurven drucken. Pfoah!).
    Und natürlich in der Frühzeit Kumpels mit Atari, nachher dann selbst Amiga, ST war der Feind und DOS auch. Naja, bis dann doch ein PC dastand und erstmal Duke Nukem nachgeholt wurde 😉
    Glückliche Tage – das „Feeling“ von damals bringt der Artikel gut rüber 🙂
    Heute reden alle von „Digital Natives“ … Aber die erste Generation, das war’n wir! 8)

    P.S.: Wozu der C 128 jemals gut sein sollte, hab ich nie kapiert 😉

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