Warum wird eigentlich immer angenommen Außerirdische wären friedlich ?

Mal wieder ein Artikel im Netz zum Thema Außerirdische, allerdings ein recht interessanter:

http://www.golem.de/news/ufos-erdlinge-sind-noch-nicht-bereit-fuer-aliens-1405-106305.html

Das inspirierte mich zu einem Beitrag zum Thema den ich schon lange mal verfassen wollte.Ich möchte mich hier nicht auslassen wie wahrscheinlich es ist dass Außerirdische existieren und ob wir mit ihnen aufgrund der Entfernungen überhaupt in Kontakt geraten könnten. Es mag Techniken geben für interstellare Reisen oder Kommunikation die wir uns nichtmal vorstellen können. Wer Perry Rhodan liest wird wissen was ich meine. Wer weiß ob man nicht doch irgendwie die Naturkonstante „Lichtgeschwindigkeit“ umgehen kann? Es wurde auch schon von der Schallmauer behauptet dass sie nicht durchbrechbar wäre. Außerdem gehe ich für dieses Gedankenexperiment mal davon aus dass es diese Außerirdischen wirklich irgendwo gibt (unabhängig davon was ich wirklich glaube).

Das SETI Programm sucht seit den 70er Jahren nach Außerirdischen. Doch was ist eigentlich wenn tatsächlich welche gefunden werden? Oder wenn sie gar uns finden würden?

Was mir immer wieder auffällt, warum gehen die Forscher eigentlich immer von „guten“ Außerirdischen aus die uns nichts Böses wollen? Ein beliebtes Argument ist dass eine Zivilisation die es schafft eine Technik für eine interstellare Reise zu entwickeln automatisch ethisch hoch entwickelt sein müsse weil eine solche Leistung nur durch Zusammenarbeit zu schaffen sei. Ich vermute so ähnlich dachten die amerikanischen Ureinwohner ursprünglich auch mal bevor sie eines Besseren belehrt wurden…

Ist es nicht eher angebracht vom Worst-Case-Szenario auszugehen?  Schließlich gab es das Alles schonmal bei der Entdeckung neuer Kontinente, speziell Amerika.

Im besten Fall sind sie wirklich friedlich, dann besteht uns „nur“ ein Kulturschock bevor. Die stärkere (nämlich deren) Kultur wird sich durchsetzen und die Andere assimilieren. Es gibt genug Beispiele auf der Welt von ehemals Naturvölkern die nun von den Bequemlichkeiten der Zivilisation abhängig sind und ihre Wurzeln nahezu vergessen haben. Dadurch verloren sie ihre Identität und wurden quasi ausgelöscht bis auf klägliche Reste die ihre alten Traditionen nur noch den Touristen vorführen. Wollen wir das wirklich? Fortschritt ist gut, aber aus sich selbst heraus. Aufgezwungener Fortschritt vernichtet Kulturen.

Oder man bedenke wie hilflos die Indianer gegenüber einigen europäischen Krankheiten waren mangels Antikörper. Durch Pocken wurden (absichtlich) ganze Stämme ausradiert. Man stelle sich erst einen Krankheitserreger vor der nichtmal von dieser Welt ist… Die Verbreitung muss noch nichtmal absichtlich geschehen.

Wenn sie keinen plumpen Krieg führen dann ist es immerhin wahrscheinlich dass es handfeste wirtschaftliche Interessen gibt die man auch mit allen nötigenfalls zweifelhaften Mitteln durchzusetzen vermag. Die Indianer wurden mit wertlosem Tand um ihre Schätze und den Lebensraum betrogen wo es nur ging. Wenn nichts half dann wurde der Stamm mit Alkohol gefügig gemacht. Und es wäre ja wohl naiv zu glauben dass Außerirdische keinen High-Tech Tand oder Drogen für uns hätten.

Im Schlimmsten aller Fälle sind sie kriegerisch und erobern rücksichtslos was sich wehrt, dann braucht man garnicht weiter diskutieren. Dass wir da keine Chance hätten dürfte klar sein.

Ehe wir uns vorsehen leben die restlichen Menschen in kleinen Reservaten an den ungemütlichsten und damit für die Außerirdischen uninteressantesten Fleckchen Erde und dienen als Touristenattraktion und Hilfsarbeiter.

Gegen eine mögliche Entdeckung könnten wir nichts tun aber eine aktive von uns ausgehende Kontaktaufnahme halte ich für blauäugig und naiv, ja sogar gefährlich.

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2 Kommentare zu „Warum wird eigentlich immer angenommen Außerirdische wären friedlich ?“

  1. Sehe ich auch so und ich hab das Gefühl auch die Wissenschaftler erkennen das langsam je mehr wir begreifen das Welten wie unsere Erde doch sehr selten sind und es schon vieler Zufälle bedürfte damit wir da landen wo wir heute sind. Sollten Außeridische unser Paradies finden kann ich mir auch nicht vorstellen das dann nur ein „Hallo und Tschüß“ passiert. Ganz besonders nicht wenn die sehen wie wir mit unserer Erde umgehen. Dann könnten uns selbst Außeridische die nur das beste wollen uns wie Kinder zwingen uns zu ändern. Weil wir es ja alleine nicht können. Wäre dann auch eine Form der Unterdrückung. Vielen liegt ja noch Independence Day schwer im Magen aber was die meisten übersehen ist das das ja nur eine „high quality“ Hommage an die Sci Fi Filme der 50er war. Edel Trash sozusagen. Reinstes Popcorn Kino mehr nicht. Trotzdem. So unrealistisch ist das Szenario vlt garnicht.

  2. Danke für den Kommentar.
    Eine etwas weniger aufgeregte Version eines Kontaktes mit Außerirdischen als Independance Day (Ich mag den Film) ist „Contact“. Der erschien mir sogar einigermaßen realistisch was die Reaktionen der Menschheit betrifft. Das Ende ist mir allerdings etwas arg esoterisch. Mich würde mal Literatur oder Filme interessieren wo versucht wird so etwas realistisch zu beleuchten und nicht bloß der übliche Plot „Böse Außerirdische Mächte wollen Erde vernichten“.

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